Die vielen jungen Frauen, die ungewollt schwanger wurden (21%) befinden sich wie die meisten Heranwachsenden noch in der Ausbildung. Durch ihre Schwangerschaft sind sie meist gezwungen, die Schule kurzzeitig oder für immer zu beenden. Die jungen Frauen werden in der Regel nicht vom Verantwortlichen ihrer Schwangerschaft unterstützt und würden manchmal sogar von der Familie verstoßen. 5% von ihnen nehmen keine pränatalen Untersuchungen in Anspruch und 48% haben diese erst zu einem späten Zeitpunkt. 22% der Kinder von jungen Müttern haben keine Geburtsurkunde. Ebenso leiden 36% der Kinder unter Erkrankungen wie Durchfall.
Das Deutsch-Kamerunische Gesundheitsprogramm/AIDS hat einen Ansatz zur Information und Begleitung von Jugendlichen im Bereich der Prävention von frühen Schwangerschaften und HIV/AIDS durch sog. ‘Tantines‘, die selbst junge Mütter sind und sich im Bereich reproduktiver Gesundheit engagieren, initiiert.
Eine ‘Tantine’: ist eine junge Frau, die zwischen 12 und 18 Jahren Mutter geworden ist. Unabhängig von ihrer Ausbildung, engagiert sie sich im Bereich Prävention von frühen Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten (u.a. HIV/AIDS). Eine ‘Tantine’ arbeitet freiwillig, sie ist dynamisch und versteht ihre Rolle in der:
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